Die traditionelle Leberpflanze – Anwendung, Dosierung, Qualität und Kombinationsmöglichkeiten
Schnellantwort: Die Artischocke (Cynara scolymus) ist eine der wichtigsten traditionellen Leberpflanzen für Pferde. Ihre Bitterstoffe – allen voran Cynarin – unterstützen die Leber- und Gallenfunktion sowie die Verdauung. Dosierung: 20-40g getrocknete Blätter pro Tag für Großpferde, 4-6 Wochen als Kur. Artischocke fördert traditionell den Gallenfluss und die Fettverdauung.
Steckbrief: Artischocke
Das Wichtigste auf einen Blick
Artischocke ist die klassische "Leberpflanze" der Phytotherapie – neben Mariendistel und Löwenzahn gehört sie zu den drei wichtigsten Kräutern für die Leberunterstützung beim Pferd.
- Hauptanwendung: Leber- und Gallenunterstützung
- Besonderheit: Fördert den Gallenfluss (choleretisch)
- Verwendeter Teil: Die Blätter – nicht die essbaren Blütenköpfe!
- Geschmack: Bitter – wird nicht von allen Pferden sofort akzeptiert
- Anwendungsdauer: Kurweise 4-6 Wochen
Pflanzenportrait: Was ist die Artischocke?
Die Artischocke (Cynara scolymus) ist eine distelartige Pflanze aus der Familie der Korbblütler. Während wir die fleischigen Blütenböden als Delikatesse kennen, werden in der Phytotherapie die Blätter verwendet – sie enthalten die höchste Konzentration an aktiven Inhaltsstoffen.
Herkunft & Geschichte
Die Artischocke stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und war bereits den alten Ägyptern, Griechen und Römern bekannt. Schon in der Antike wurde sie als Heilpflanze für Leber und Verdauung geschätzt. Der Name "Cynara" leitet sich möglicherweise von "cinis" (Asche) ab – die Pflanzen wurden traditionell mit Asche gedüngt.
In der Veterinärmedizin wird Artischocke seit Langem zur Unterstützung der Leberfunktion bei Pferden eingesetzt.
Botanische Merkmale
- Wuchsform: Ausdauernde, distelartige Staude, 1-2 m hoch
- Blätter: Groß, gefiedert, graugrün, unterseits filzig behaart
- Blüten: Große, violette Blütenköpfe (die "Artischocken" im Gemüsehandel)
- Blütezeit: Juni bis September
- Standort: Sonnig, warm, nährstoffreiche Böden
⚠️ Wichtig: Blätter, nicht Blütenköpfe!
Für die therapeutische Anwendung werden die Artischockenblätter verwendet – nicht die essbaren Blütenköpfe aus dem Supermarkt! Die Blätter enthalten deutlich höhere Konzentrationen an Cynarin und anderen aktiven Inhaltsstoffen. Getrocknete Artischockenblätter bekommst du in der Apotheke oder bei spezialisierten Kräuterhändlern.
Artischocke vs. Kardone – Was ist der Unterschied?
Artischocke (Cynara scolymus)
- Kultivierte Form
- Große, fleischige Blütenköpfe
- Blätter für Phytotherapie
- Bevorzugt für Pferde
Kardone / Wilde Artischocke (Cynara cardunculus)
- Wildform / Stammform
- Kleinere Blütenköpfe
- Blattstiele werden gegessen
- Ähnliche Inhaltsstoffe, aber weniger untersucht
Inhaltsstoffe & Eigenschaften
Die Artischockenblätter enthalten ein komplexes Spektrum an Inhaltsstoffen, die synergistisch zusammenarbeiten. Die wichtigsten sind die Caffeoylchinasäuren (v.a. Cynarin) und die Flavonoide.
Cynarin & Chlorogensäure 1-2%
Die Leitsubstanzen der Artischocke:
- Cynarin (Dicaffeoylchinasäure)
- Chlorogensäure
- Weitere Caffeoylchinasäuren
Bitterstoffe
Verantwortlich für den charakteristischen bitteren Geschmack:
- Cynaropikrin (Sesquiterpenlacton)
- Regen die Verdauungssäfte an
- Fördern den Gallenfluss
Flavonoide 0,5-1%
Sekundäre Pflanzenstoffe:
- Luteolin und Luteolin-7-glucosid
- Apigenin
- Antioxidative Eigenschaften
Weitere Inhaltsstoffe
- Inulin (Ballaststoff, präbiotisch)
- Organische Säuren
- Mineralstoffe (Kalium, Magnesium)
Cynarin – Der Hauptinhaltsstoff
Was macht Cynarin so besonders?
Cynarin (1,3-Dicaffeoylchinasäure) ist der charakteristische Inhaltsstoff der Artischocke. Er ist verantwortlich für die traditionellen Eigenschaften:
- Choleretisch: Fördert die Gallenproduktion in der Leber
- Cholagog: Fördert die Gallenausschüttung
- Hepatoprotektiv: Schützt die Leberzellen (traditionell)
- Lipidsenkend: Kann den Fettstoffwechsel unterstützen
Traditionelle Eigenschaften der Artischocke
In der Phytotherapie werden der Artischocke folgende traditionelle Eigenschaften zugeschrieben:
- Gallenflussfördernd: Steigert Produktion und Ausschüttung der Galle
- Verdauungsfördernd: Bitterstoffe regen die Verdauungssäfte an
- Leberschützend: Traditioneller Schutz der Leberzellen
- Fettstoffwechsel-unterstützend: Kann bei der Fettverdauung helfen
- Appetitanregend: Die Bitterstoffe fördern den Appetit
Die Bedeutung des Gallenflusses
Die Galle ist für die Fettverdauung essentiell. Sie emulgiert Fette, macht sie für Verdauungsenzyme zugänglich und ermöglicht die Aufnahme fettlöslicher Vitamine (A, D, E, K). Ein guter Gallenfluss unterstützt also die gesamte Verdauung – besonders bei fettreicherem Futter oder nach Futterumstellungen.
Traditionelle Anwendungsgebiete
Artischocke wird in der Pferdephytotherapie vor allem zur Unterstützung von Leber, Galle und Verdauung eingesetzt.
Hauptanwendung: Leber & Galle
Die Artischocke ist das klassische "Gallenmittel" – sie fördert sowohl die Produktion als auch die Ausschüttung der Galle. Das unterstützt:
- Die Leberfunktion allgemein
- Die Fettverdauung
- Die Entgiftungsfunktion der Leber
- Die Regeneration nach Belastungen
Wann wird Artischocke traditionell eingesetzt?
| Anwendung | Traditionelle Begründung | Empfehlung |
|---|---|---|
| Leberkur / Entlastung | Fördert Gallenfluss und Leberfunktion | ✅ Klassische Anwendung |
| Nach Wurmkuren / Medikamenten | Unterstützt die Leber bei der Verarbeitung | ✅ Sehr gut geeignet |
| Frühjahrs-/Herbstkur | Saisonale Stoffwechselunterstützung | ✅ Traditionelle Kur |
| Verdauungsprobleme | Bitterstoffe fördern Verdauungssäfte | ✅ Besonders bei Fettverdauung |
| Stoffwechselprobleme | Begleitend bei EMS, Übergewicht | ⚠️ Mit Tierarzt absprechen |
| Appetitlosigkeit | Bitterstoffe regen Appetit an | ✅ Traditionelle Anwendung |
Artischocke im Vergleich zu anderen Leberkräutern
Artischocke
Schwerpunkt: Galle
- Fördert Gallenfluss stark
- Unterstützt Fettverdauung
- Bitterstoffe für Verdauung
- Ideal bei Verdauungsproblemen
Mariendistel
Schwerpunkt: Leberschutz
- Silymarin schützt Leberzellen
- Fördert Regeneration
- Bei Leberbelastung/-schäden
- Ideal nach Medikamenten
Löwenzahn
Schwerpunkt: Stoffwechsel
- Leicht gallenflussfördernd
- Harntreibend (Nieren)
- Allgemeiner Stoffwechsel
- Ideal für Frühjahrskur
Die Kombination macht's!
Artischocke, Mariendistel und Löwenzahn ergänzen sich perfekt: Artischocke fördert den Gallenfluss, Mariendistel schützt die Leberzellen, Löwenzahn unterstützt den allgemeinen Stoffwechsel. Deshalb werden sie in LEBERWOHL kombiniert.
⚠️ Wichtiger Hinweis
Leberprobleme beim Pferd sind ernst! Die Leber zeigt Symptome oft erst spät. Bei Verdacht auf Lebererkrankungen (Gelbfärbung, Leistungsabfall, Verhaltensänderungen) immer zuerst den Tierarzt konsultieren! Artischocke kann die Leber unterstützen, ersetzt aber keine tierärztliche Diagnose und Behandlung.
Dosierung & Anwendung
Dosierungsempfehlung für Artischockenblätter
Getrocknete Artischockenblätter, über das Futter gegeben:
Faustregel: Ca. 50-80mg pro kg Körpergewicht pro Tag. Bei akuter Leberbelastung eher höher dosieren, zur Prävention niedriger.
Anwendungsformen
Getrocknete Blätter
Die Standardform!
- Geschnitten oder gemahlen
- Übers Futter geben
- Gut zu dosieren
- Lange haltbar
Extrakt / Tinktur
Konzentrierter
- Höhere Konzentration
- Standardisierter Gehalt möglich
- Einfacher zu dosieren
- Teurer
Fertigmischungen
Praktisch & synergistisch
- Kombination mit anderen Leberkräutern
- Bereits optimal dosiert
- Synergieeffekte nutzen
- Z.B. in LEBERWOHL
Anwendungsdauer
| Situation | Dauer | Hinweise |
|---|---|---|
| Leberkur / Frühjahr-Herbst | 4-6 Wochen | 2x jährlich möglich |
| Nach Wurmkur / Medikamenten | 3-4 Wochen | Direkt im Anschluss beginnen |
| Verdauungsunterstützung | 2-4 Wochen | Bei Bedarf wiederholen |
| Begleitend bei Stoffwechselproblemen | Nach Absprache | Mit Tierarzt besprechen |
⚠️ Achtung: Bitterer Geschmack!
Artischocke schmeckt deutlich bitter – das ist gewollt (Bitterstoffe!), aber nicht jedes Pferd akzeptiert sie sofort.
- Einschleichen: Mit kleiner Dosis beginnen, über 5-7 Tage steigern
- Mischen: Mit Apfelmus, Möhren oder Banane kombinieren
- Alternative: Fertigmischung wie LEBERWOHL – dort ist der Geschmack durch andere Kräuter abgemildert
Qualitätsmerkmale: Worauf achten?
Die Qualität der Artischockenblätter beeinflusst direkt den Gehalt an aktiven Inhaltsstoffen. Achte auf folgende Kriterien:
Qualitätskriterien
✅ Gute Qualität
- Graugrüne bis olivgrüne Farbe
- Deutlich bitterer Geschmack
- Blätter erkennbar, nicht zu stark zerkleinert
- Aromatischer, leicht herber Geruch
- Arzneibuchqualität (Ph.Eur.)
❌ Schlechte Qualität
- Bräunliche, verblasste Farbe
- Kaum bitter (Inhaltsstoffe verflogen)
- Viel Staub und Bruch
- Muffiger oder schimmeliger Geruch
- Hoher Stängelanteil
Arzneibuchqualität – Was bedeutet das?
Arzneibuchqualität (DAB / Ph.Eur.) bedeutet, dass die Droge definierten Standards entspricht:
- Mindestgehalt an Chlorogensäure: ≥ 0,8% (bezogen auf Trockenmasse)
- Identitätsprüfung (keine Verwechslung/Verfälschung)
- Prüfung auf Verunreinigungen (Schwermetalle, Pestizide)
- Mikrobiologische Reinheit
Blätter vs. Extrakt
| Kriterium | Getrocknete Blätter | Extrakt |
|---|---|---|
| Konzentration | Natürlich | Konzentriert (5:1 bis 10:1) |
| Dosierung | 20-40g / Tag | 2-5g / Tag |
| Preis | Günstiger | Teurer |
| Akzeptanz | Bitterer Geschmack | Kann milder sein |
| Für Pferde | ✅ Standard | ✅ Alternative |
Sinnvolle Kombinationen
Artischocke entfaltet ihre volle Unterstützung oft in Kombination mit anderen Leberkräutern. Die synergistische Ergänzung verschiedener Pflanzen ist ein Grundprinzip der Phytotherapie.
Die klassischen Leber-Kombinationen
Artischocke + Mariendistel
Die Top-Kombination!
Artischocke (gallenflussfördernd) + Mariendistel (leberschützend) – ergänzen sich perfekt für umfassende Leberunterstützung.
Artischocke + Löwenzahn
Für den Stoffwechsel
Löwenzahn ergänzt mit seinen harntreibenden Eigenschaften und unterstützt den allgemeinen Stoffwechsel.
Artischocke + Pfefferminze
Für die Verdauung
Pfefferminze unterstützt zusätzlich die Verdauung und mildert den bitteren Geschmack der Artischocke.
Das Trio: Artischocke + Mariendistel + Löwenzahn
Umfassende Leberunterstützung
Die drei wichtigsten Leberkräuter in Kombination – wie in LEBERWOHL.
Warum Kombinationen sinnvoll sind
Das Prinzip der Synergie
In der Phytotherapie gilt: Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile. Verschiedene Leberkräuter haben unterschiedliche Schwerpunkte:
- Artischocke: Gallenfluss, Fettverdauung, Bitterstoffe
- Mariendistel: Leberzellschutz, Regeneration (Silymarin)
- Löwenzahn: Allgemeiner Stoffwechsel, Nieren, mild gallenfördernd
LEBERWOHL – traditionelle Leberkräuter
Unsere bewährte Lebermischung mit Artischocke als einem der Hauptbestandteile – synergistisch kombiniert mit Mariendistel und Löwenzahn und Co.
-
Artischocke – fördert den Gallenfluss -
Mariendistel – schützt die Leberzellen -
Löwenzahn – unterstützt den Stoffwechsel -
Kräuter in Arzneibuchqualität
Sicherheit & Kontraindikationen
Artischocke ist bei bestimmungsgemäßer Anwendung gut verträglich. Dennoch gibt es einige wichtige Punkte zu beachten.
Allgemeine Sicherheit
✅ Artischocke gilt als sicher
- Lange Tradition der Anwendung
- Gut verträglich bei empfohlener Dosierung
- Keine bekannten schwerwiegenden Nebenwirkungen
- Auch längerfristig als Kur anwendbar
Kontraindikationen & Vorsichtsmaßnahmen
⚠️ Nicht anwenden bei:
- Gallensteinleiden / Gallenwegsverschluss: Die gallenflusssteigernde Eigenschaft kann bei Gallensteinen Koliken auslösen!
- Bekannte Allergie gegen Korbblütler (Asteraceae)
- Schwere Lebererkrankungen: Nur nach tierärztlicher Absprache
Vorsicht bei: Trächtigen Stuten – keine ausreichenden Daten, vorsichtshalber meiden oder mit Tierarzt besprechen.
Mögliche Nebenwirkungen
Bei empfohlener Dosierung sind Nebenwirkungen selten. Möglich sind:
- Weicher Kot: Durch die gallenflusssteigernde Eigenschaft, meist vorübergehend
- Allergische Reaktionen: Bei Korbblütler-Allergie (selten)
- Appetitminderung: Paradoxerweise bei manchen Pferden durch den bitteren Geschmack
ADMR-Status / Wettkampf
Artischocke ist nicht dopingrelevant und hat keine Karenzzeit. Sie kann auch bei Turnierpferden eingesetzt werden. Für absolute Sicherheit: Aktuelle ADMR-Liste der FN prüfen.
Wechselwirkungen
Es sind keine relevanten Wechselwirkungen mit anderen Futtermitteln bekannt. Bei gleichzeitiger Medikamentengabe (besonders bei Medikamenten, die über die Leber verstoffwechselt werden) ist eine Rücksprache mit dem Tierarzt empfehlenswert.
Artischocke in bester Qualität
Wir verwenden in unseren Produkten ausschließlich Artischockenblätter in Arzneibuchqualität – für einen garantierten Gehalt an Cynarin und optimale Eigenschaften.
- ✅ Arzneibuchqualität (Ph.Eur.)
- ✅ Regelmäßige Qualitätsprüfung
- ✅ Synergistisch kombiniert in LEBERWOHL
Häufig gestellte Fragen
Kann ich meinem Pferd Artischocken aus dem Supermarkt geben?
Nein, das ist nicht sinnvoll. Die essbaren Artischockenköpfe (Blütenböden) aus dem Supermarkt enthalten nur geringe Mengen der aktiven Inhaltsstoffe. Für die therapeutische Anwendung werden die Blätter verwendet – und diese bekommst du getrocknet in der Apotheke oder bei spezialisierten Kräuterhändlern. Die Blätter enthalten deutlich höhere Konzentrationen an Cynarin und Bitterstoffen.
Wie schnell zeigt Artischocke beim Pferd Effekte?
Die gallenflusssteigernden Eigenschaften setzen relativ schnell ein – oft schon nach wenigen Tagen ist eine Verbesserung der Verdauung bemerkbar. Für eine umfassende Leberunterstützung sollte die Kur jedoch 4-6 Wochen durchgeführt werden. Die Regeneration der Leber braucht Zeit.
Mein Pferd mag die Artischocke nicht – was tun?
Artischocke schmeckt bitter – das ist gewollt, aber nicht jedes Pferd mag das. Tipps: Mit Apfelmus, geriebenen Möhren oder Banane mischen. Mit einer kleinen Dosis beginnen und langsam steigern (Einschleichen). Unter das Lieblingsfutter mischen. Alternativ eine Fertigmischung wie LEBERWOHL verwenden – dort ist der Geschmack durch die Kombination mit anderen Kräutern milder.
Artischocke oder Mariendistel – was ist besser für die Leber?
Beide haben unterschiedliche Schwerpunkte! Artischocke fördert vor allem den Gallenfluss und die Fettverdauung. Mariendistel schützt die Leberzellen und fördert deren Regeneration. Ideal ist die Kombination beider Kräuter – sie ergänzen sich perfekt. Deshalb sind in LEBERWOHL beide enthalten, zusammen mit Löwenzahn für den allgemeinen Stoffwechsel.
Kann ich Artischocke dauerhaft füttern?
Eine Dauerfütterung wird nicht empfohlen. Artischocke sollte kurweise angewendet werden (4-6 Wochen), dann eine Pause einlegen. Der Grund: Die starke gallenflusssteigernde Eigenschaft sollte nicht dauerhaft stimuliert werden. Bei chronischen Leberproblemen kann nach tierärztlicher Absprache auch ein längerer Einsatz sinnvoll sein – aber dann unter Kontrolle.
Ist Artischocke für Pferde mit Gallensteinen geeignet?
Nein! Bei Gallensteinen oder Verdacht darauf ist Artischocke kontraindiziert. Die gallenflusssteigernde Eigenschaft kann bei vorhandenen Gallensteinen Koliken auslösen, wenn ein Stein in den Gallengang gerät. Bei Verdacht auf Gallensteine immer zuerst den Tierarzt konsultieren!
Wann ist der beste Zeitpunkt für eine Artischocken-Kur?
Traditionell bieten sich Frühjahr und Herbst an – als Teil einer saisonalen Stoffwechselkur. Außerdem sinnvoll: Nach Wurmkuren oder Medikamentengaben (um die Leber zu unterstützen), bei Futterumstellungen, bei Verdauungsproblemen (besonders bei fettreichem Futter), und bei übergewichtigen Pferden (begleitend zur Diät).
Ist Artischocke dopingrelevant?
Nein. Artischocke steht nicht auf der Dopingliste und hat keine Karenzzeit. Sie kann auch bei Turnierpferden problemlos eingesetzt werden. Für absolute Sicherheit empfehlen wir, die aktuelle ADMR-Liste der FN (Deutsche Reiterliche Vereinigung) zu prüfen.