Sanikelkraut wird beim Pferd in Darmmischungen verwendet – und es ist die Pflanze mit dem größten Abstand zwischen Ruf und Aktenlage. „Wer Sanikel hat, braucht keinen Arzt“, hieß es früher. Geprüft wird das Kraut heute nach festen Vorgaben; eine Bewertung seiner Anwendung durch ein Fachgremium gibt es dagegen nicht – und das schreiben wir dazu.
Auf einen Blick
- Die Droge ist das Kraut – Saniculae herba, die oberirdischen Teile
- Triterpensaponine und Kaffeesäurederivate in einer Droge – das ist der Grund für ihren Platz in der Mischung
- Arzneibuchmonographie – chargenweise geprüft auf Identität und Reinheit
- Keine Monographie – nicht bei der Kommission E, nicht beim HMPC, nicht bei der ESCOP
- In DARMWOHL als eine von sechs Drogen
- Eine Waldpflanze – und damit eine Frage an die Herkunft
Steckbrief
| Drogenbezeichnung | Saniculae herba – das Kraut |
|---|---|
| Familie | Doldenblütler (Apiaceae) |
| Weitere Namen | Heildolde, Waldklette, Wundsanikel |
| Charakteristisch | Triterpensaponine und Kaffeesäurederivate – darunter Rosmarin- und Chlorogensäure; dazu Gerbstoffe und ätherisches Öl |
| Arzneibuchprüfung | Ja – auf Identität und Reinheit, jede Charge |
| Monographien | Keine – weder Kommission E noch HMPC noch ESCOP haben die Droge bewertet |
| Vorkommen | Schattige Laubwälder auf kalkhaltigen Böden – Europa, Kleinasien, Kaukasus, Westsibirien, Nordafrika und die Gebirge des tropischen Afrika |
| Nicht verwechseln | Die Kleine Sterndolde (Astrantia minor) sieht ihm ähnlich – auch im Blatt. Dazu heißen im Englischen mehrere Sanicula-Arten „Sanicle“: Der botanische Name ist die eindeutige Angabe |
| Verwendung beim Pferd | Kurweise in Darmmischungen |
Die Sanikelpflanze aus dem Wald
Der Sanikel ist eine Waldpflanze, und man muss sie suchen. Zwanzig bis vierzig Zentimeter hoch, im Halbschatten von Buchen- und Mischwäldern, auf kalkhaltigem Boden. Die Blätter sind handförmig geteilt, dunkelgrün und glänzend – sie sehen aus, als gehörten sie nicht zu einem Doldenblütler.
Die Blüten sind winzig, weiß bis rosa, in kleinen kugeligen Dolden, und die Früchte sind mit Häkchen besetzt: Sie hängen sich an Fell und Hosenbein. Daher „Waldklette“ – eine der wenigen Pflanzen, die ihren Volksnamen der Heimreise verdankt.
Ein Doldenblütler, der nicht so aussieht
Das ist bei dieser Familie keine Nebensache. Zu den Doldenblütlern gehören einige der giftigsten Pflanzen Mitteleuropas, und in einer Familie, in der sich Harmloses und Gefährliches ähnlich sehen, wiegt die Identitätsfrage schwerer als sonst.
Die nächstliegende Verwechslung ist allerdings eine andere: Die Kleine Sterndolde (Astrantia minor) sieht dem Sanikel ähnlich – und ihre Blätter sind ebenfalls handförmig geteilt. Am Blatt entscheidet es sich hier also nicht. Es entscheidet sich an der Prüfung.
Und sie kommt aus dem Wald
Sanikel wird großteils wild gesammelt, nicht im Feldanbau erzeugt – anders als Schafgarbe oder Odermennig. Das macht die Herkunft zur eigentlichen Qualitätsfrage: Wo gesammelt wurde, wer gesammelt hat, und ob die Ware vor der Verarbeitung auf Identität geprüft wurde (Arzneibuchqualität).
Der Name Sanikel und sein Ruf
„Sanikel“ geht auf das lateinische sano zurück – „ich heile“. Das ist keine spätere Deutung, sondern der Grund, warum die Pflanze so heißt: Im Mittelalter gehörte sie zu den wichtigsten Kräutern der Klosterheilkunde.
„Wer Sanikel hat, braucht keinen Arzt“
Der Spruch ist überliefert, und man sollte ihn so lesen, wie er gemeint war: als Werbung für eine Pflanze, die man im Wald selbst fand, zu einer Zeit, in der der Arzt weit weg und teuer war.
Als Aussage über die Droge taugt er nicht, und wir führen ihn hier nicht als Argument an, sondern als das, was er ist: ein Hinweis darauf, wie hoch diese Pflanze einmal im Kurs stand. Genau dieser Ruf ist der interessante Teil – weil ihm bis heute keine einzige Bewertung gegenübersteht.
Woher der Ruf kam
Aus der äußeren Anwendung. Sanikel war ein Kraut für Umschläge und Waschungen, und die Volksnamen erzählen davon – „Wundsanikel“, „Heildolde“. Die innerliche Anwendung kam später dazu, in der Volksheilkunde unter anderem bei Magenbeschwerden; in Darmmischungen für Pferde ist das die heute gebräuchliche Verwendung.
Sanikel: geprüft, aber nicht bewertet
Bei Arzneipflanzen gibt es zwei verschiedene Dinge, die beide gern „geprüft“ heißen – und beim Sanikel liegt genau eines davon vor.
Das Arzneibuch beschreibt die Droge
Es legt fest, woran man Saniculae herba erkennt und was nicht darin sein darf – und danach wird geprüft, Charge für Charge: Identität und Reinheit. Bei einer wild gesammelten Waldpflanze, die eine ähnlich aussehende Verwandte hat, ist das der wichtigere der beiden Prüfwege, und er liegt hier vor.
Eine Bewertung der Anwendung gibt es nicht
Keine Monographie der Kommission E, keine beim HMPC, keine bei der ESCOP. Kein Gremium hat zusammengetragen, wofür diese Droge beim Menschen verwendet wird und wie gut das belegt ist. Es gibt damit auch keine bewertete Indikation, keine Dosierungsempfehlung und keine Sicherheitsbewertung.
Das sagen wir, weil wir uns bei anderen Drogen auf Monographien berufen. Beim Odermennig und bei der Schafgarbe liegt eine Positivmonographie der Kommission E vor, beim Erdrauch ebenfalls. Beim Sanikel nicht – und das wegzulassen wäre selektiv (was Belege in der Phytotherapie bedeuten).
Der Spiegelfall zur Petersilienwurzel
Bei der Petersilienwurzel liegt es genau umgekehrt: Die Kommission E hat sie positiv bewertet, aber das Arzneibuch führt sie nicht – es gibt dort keinen Prüfmaßstab. Beim Sanikel ist der Maßstab da und die Bewertung fehlt. Die beiden Dinge sind nicht dasselbe, und wer sie in einen Satz packt, verwischt den Unterschied.
Warum Sanikel in DARMWOHL steht
Triterpensaponine und Kaffeesäurederivate in einer Droge
Das ist in DARMWOHL die Besetzung, die keine andere Droge liefert. Die Mischung ist nach Stoffgruppen aufgebaut: Andornkraut und Wegwartenwurzel bringen die Bitterstoffe, Odermennig und Schafgarbe die Gerbstoffe, die Wegwarte zusätzlich das Inulin, der Erdrauch seine Alkaloide.
Der Sanikel bringt die Triterpensaponine – und zwar neben Kaffeesäurederivaten, zu denen Rosmarin- und Chlorogensäure gehören, und neben eigenen Gerbstoffen. Diese Kombination ist der Auswahlgrund, nicht eine Indikation, die es für diese Droge nicht gibt.
Und die längste Gebrauchsgeschichte
Sanikel ist in der europäischen Phytotherapie seit dem Mittelalter in Gebrauch, durchgehend und ohne auffällige Vorfälle – das ist der Grund, warum eine Droge ohne Bewertung überhaupt in eine Rezeptur gehören kann. Überlieferung ist kein Wirksamkeitsnachweis, aber sie ist auch nicht nichts: Sie ist der Grund, warum die Bewertungsgremien eine Kategorie für traditionelle Anwendung führen.
Sanikel in DARMWOHL
DARMWOHL
Sechs Darmkräuter in Arzneibuchqualität – Andornkraut, Wegwartenwurzel, Odermennigkraut, Schafgarbenkraut, Erdrauchkraut und Sanikelkraut. Angelegt als Kur, unter anderem bei Futterumstellung, nach einer Wurmkur und beim Anweiden.
Als Kur, nicht als Dauerprodukt
Angelegt ist die Mischung über mehrere Wochen, nicht für das ganze Jahr. Bei einer Futterumstellung etwa zwei Wochen vorher beginnen und vier Wochen danach weiterfüttern – weil die Mikroorganismen im Dickdarm auf den Wechsel reagieren, nicht auf den Zeitpunkt, an dem man es merkt (Futterwechsel beim Pferd · richtig anweiden).
Und nicht neben anderen Darmprodukten
Was nichts bringt, ist, mehrere Darmprodukte verschiedener Hersteller nebeneinander zu füttern – die enthalten in der Regel dieselben Gerbstoff- und Bitterstoffdrogen. Was sich addiert, ist die Menge (mehrere Ergänzungsfutter kombinieren).
Was die Stoffgruppen tun – und was sie nicht tun
In Sanikeltexten steht häufig, die Saponine lösten Schleim und die Gerbstoffe schützten gleichzeitig die Schleimhaut – eine Kombination, die dann als idealer Doppelgriff beschrieben wird. So sauber geht das nicht auf.
Gerbstoffe: adstringierend
Gerbstoffe wirken zusammenziehend auf Schleimhäute – das ist die Eigenschaft, auf der die Verwendung der Gerbstoffdrogen beruht, und sie ist unstrittig. Beim Sanikel sind sie die Stoffgruppe, die er mit Odermennig und Schafgarbe teilt, nur in geringerem Anteil. Dazu kommen die Kaffeesäurederivate, unter denen die Rosmarinsäure die bekannteste ist.
Triterpensaponine: nicht einfach „schleimlösend“
Die schleimlösende Zuschreibung stammt aus der Anwendung bei Atemwegen, wo saponinhaltige Drogen traditionell verwendet werden. Sie lässt sich nicht einfach auf den Darm übertragen – und Saponine sind in größerer Menge selbst schleimhautreizend, nicht schleimhautschonend.
Was bleibt, ist die Einordnung über die Stoffgruppe: Triterpensaponine sind oberflächenaktive Verbindungen und gehören mit den Kaffeesäurederivaten zu den charakteristischen Inhaltsstoffen dieser Droge – sie sind der Grund, warum sie in der Mischung neben den Gerbstoffdrogen steht. Mehr sagen wir dazu nicht, weil mehr nicht belegt ist.
Was im Darm mehr bewirkt
Der Dickdarm des Pferdes ist ein Gärbehälter, in dem Mikroorganismen die Rohfaser zerlegen – das Pferd selbst kann das nicht. Diese Mikroorganismen leben vom Raufutter, und sie reagieren empfindlich auf Wechsel.
Das Raufutter ist der größte Hebel
Menge, Qualität, Struktur und die Frage, ob ein Pferd überhaupt an die Raufe kommt – rangniedrige Pferde kommen oft zu kurz. Dazu der Zahnstatus, weil schlecht zerkleinertes Raufutter anders im Dickdarm ankommt. Keine Kräutermischung ersetzt eine Ursachensuche, die dort ansetzt (Darmgesundheit beim Pferd).
Und was in die Praxis gehört
Durchfall, Gewichtsverlust, wiederholte Koliken oder ein Pferd, das sich am Bauch umsieht – das sind keine Fälle für eine Kräuterkur, sondern für eine Untersuchung. Sanikel begleitet, es klärt nichts ab (Durchfall beim Pferd · Kolik beim Pferd).
Sanikel für Pferde: Dosierung und Dauer
Zur Dosierung: Für ein Großpferd werden üblicherweise 10 bis 20 Gramm getrocknetes Sanikelkraut pro Tag angesetzt, bei Ponys entsprechend weniger. Begonnen wird mit der halben Menge. Bei Mischungen gelten die Angaben des jeweiligen Produkts, nicht diese Zahlen.
Woher diese Zahlen kommen
Aus der Gebrauchspraxis, nicht aus einer Monographie – denn die gibt es für diese Droge nicht. Das ist bei Sanikel offener als bei den Gerbstoffdrogen daneben, und wir schreiben es dazu, statt eine Genauigkeit vorzugeben, die nicht da ist.
Als Kur, vier bis sechs Wochen
Gerbstoffdrogen werden kurweise eingesetzt, nicht dauerhaft – vier bis sechs Wochen sind der übliche Rahmen. Bei einem Anlass wie einer Futterumstellung richtet sich die Dauer nach dem Anlass: vorher beginnen, danach noch einige Wochen weiterfüttern.
Zur Akzeptanz
Sanikelkraut schmeckt mild und leicht bitter und gehört zu den unproblematischen Drogen im Trog. In einer Darmmischung fällt es kaum auf, weil daneben deutlich herbere Bitterstoffdrogen stehen – Andorn ist die, an der sich entscheidet, ob ein Pferd die Mischung annimmt.
Grenzen und Vorbehalte beim Sanikel
Keine Bewertung heißt auch: keine Sicherheitsbewertung
Weil kein Gremium diese Droge bearbeitet hat, gibt es für sie auch keine geprüften Angaben zu Gegenanzeigen, Wechselwirkungen oder zur Anwendung bei tragenden Stuten. Das ist kein Hinweis auf ein Risiko – es ist das Fehlen einer Prüfung. Bei tragenden und laktierenden Stuten halten wir es deshalb wie bei allen Drogen ohne Bewertung: nur nach Rücksprache.
Weitere Punkte
- Kurweise, nicht dauerhaft – wie bei Gerbstoffdrogen üblich
- Nicht selbst sammeln – eine Waldpflanze aus der Familie der Doldenblütler ist kein Sammelobjekt für den Futtereimer
Zum Turniersport
Wir behandeln Kräutermischungen grundsätzlich als dopingrelevant, unabhängig davon, ob ein einzelner Bestandteil namentlich in einer Liste geführt wird: Die ADMR-Liste ist nicht abschließend, und die Abwesenheit eines Namens bedeutet keine Unbedenklichkeit. Unsere Empfehlung lautet: in der turnierfreien Zeit füttern. Karenzzeiten können wir nicht angeben; die Prüfung der Bestimmungen obliegt der verantwortlichen Person (ADMR-Regeln).
Häufige Fragen zum Sanikel beim Pferd
Wofür wird Sanikel beim Pferd eingesetzt?
Kurweise in Darmmischungen. Sanikelkraut bringt Triterpensaponine, Kaffeesäurederivate und Gerbstoffe in einer Droge mit, und das ist in einer nach Stoffgruppen aufgebauten Mischung der Auswahlgrund.
Eine bewertete Indikation hat die Droge nicht – kein Fachgremium hat sie bearbeitet. Was sie mitbringt, ist eine durchgehende Anwendungstradition seit dem Mittelalter und ihre Stoffgruppenkombination.
Gibt es eine Monographie zum Sanikel?
Nein. Weder die Kommission E noch das HMPC noch die ESCOP haben Saniculae herba bewertet. Es gibt damit keine bewertete Indikation, keine Dosierungsempfehlung und keine geprüften Angaben zu Gegenanzeigen.
Das Arzneibuch beschreibt die Droge dagegen – dort ist festgelegt, woran man sie erkennt und was nicht darin sein darf, und danach wird jede Charge geprüft. Die beiden Dinge sind nicht dasselbe, und beim Sanikel liegt genau eines davon vor.
Ist Sanikel für Pferde giftig?
Sanikel zählt nicht zu den Giftpflanzen, und die Droge ist seit dem Mittelalter in Gebrauch, ohne dass daraus auffällige Vorfälle berichtet würden.
Eine geprüfte Sicherheitsbewertung gibt es trotzdem nicht, weil kein Gremium diese Droge bearbeitet hat. Die Grundlage ist die Überlieferung, nicht eine Bewertung – deshalb: bei tragenden und laktierenden Stuten nur nach Rücksprache, und kurweise statt dauerhaft.
Stimmt es, dass sich Saponine und Gerbstoffe beim Pferd ideal ergänzen?
So einfach geht das nicht auf. Die schleimlösende Zuschreibung für Saponine stammt aus der Anwendung bei den Atemwegen und lässt sich nicht auf den Darm übertragen. In größerer Menge sind Saponine selbst schleimhautreizend, nicht schleimhautschonend.
Was bleibt, ist die Stoffgruppenkombination als Auswahlgrund: Gerbstoffe wirken adstringierend, Triterpensaponine sind oberflächenaktiv, dazu kommen die Kaffeesäurederivate – das alles in einer Droge ist selten. Mehr sagen wir dazu nicht, weil mehr nicht belegt ist.
Kann ich Sanikel für mein Pferd im Wald selbst sammeln?
Davon raten wir ab. Sanikel ist ein Doldenblütler, und zu dieser Familie gehören einige der giftigsten Pflanzen Mitteleuropas. Dazu kommt eine konkrete Verwechslungsmöglichkeit: Die Kleine Sterndolde (Astrantia minor) sieht ähnlich aus, und ihre Blätter sind ebenfalls handförmig geteilt – am Blatt lässt sich das nicht entscheiden.
Dazu kommt die Herkunftsfrage: Sanikel wird großteils wild gesammelt, und ob die Ware der richtigen Art entspricht, entscheidet die Prüfung – nicht das Auge.
Wie lange füttere ich meinem Pferd Sanikel?
Kurweise, vier bis sechs Wochen. Gerbstoffdrogen werden nicht dauerhaft gegeben.
Bei einem konkreten Anlass richtet sich die Dauer nach dem Anlass – bei einer Futterumstellung etwa zwei Wochen vorher beginnen und vier Wochen danach weiterfüttern, weil die Mikroorganismen im Dickdarm auf den Wechsel reagieren.
Warum steht Sanikel in einer Darmmischung und nicht allein?
Weil er eine Stoffgruppe abdeckt und nicht die ganze Mischung. In DARMWOHL bringen Andorn und Wegwartenwurzel die Bitterstoffe, Odermennig und Schafgarbe die Gerbstoffe, die Wegwarte zusätzlich das Inulin, der Erdrauch seine Alkaloide.
Der Sanikel bringt die Triterpensaponine – neben Kaffeesäurederivaten und eigenen Gerbstoffen. Jede Droge deckt etwas ab, das die anderen nicht liefern; darin besteht die Arbeit an einer Rezeptur.
Hilft Sanikel beim Pferd bei Durchfall?
Durchfall gehört tierärztlich angesehen, nicht mit Kräutern begleitet – besonders bei Gewichtsverlust, Fieber oder einem matten Pferd.
Gerbstoffdrogen werden bei empfindlicher Verdauung traditionell verwendet, und Sanikel steht in einer solchen Mischung. Angelegt ist das als Begleitung über Wochen, bei Anlässen wie einer Futterumstellung – nicht als Eingriff in ein akutes Geschehen.
Weiterführende Artikel
Quellen
- Arzneibuch-Monographie Saniculae herba – Drogenbeschreibung mit Prüfung auf Identität und Reinheit; charakteristische Inhaltsstoffe sind Triterpensaponine und Kaffeesäurederivate
- Kommission E, HMPC/EMA und ESCOP: zu Saniculae herba liegt keine Monographie vor
- Wichtl, M.: Teedrogen und Phytopharmaka. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft
- Brendieck-Worm, C. & Melzig, M. F. (2021): Phytotherapie in der Tiermedizin. 2. Auflage. Stuttgart: Thieme
- Deutsche Reiterliche Vereinigung: Allgemeine Bestimmungen zu Doping und Medikation (ADMR)