Melisse steht in vier unserer Mischungen für Pferde – und dort in drei verschiedenen Rollen. Der Grund sind zwei Anwendungsbereiche, die in der Literatur nebeneinanderstehen: nervös bedingte Beschwerden und funktionelle Magen-Darm-Beschwerden. Und sie ist die Pflanze, bei der man am Geruch erkennt, ob richtig geerntet wurde – gerät die Ernte in die Blüte, schmeckt das Kraut unangenehm. Beim Pferd fällt das stärker ins Gewicht als sonst, denn die Melisse nimmt den bitteren Kräutern den Geschmack.
Auf einen Blick
- Die Droge sind die Blätter – Melissae folium
- Geerntet vor der Blüte – blühende Melisse riecht und schmeckt unangenehm
- Prüfwert ist die Rosmarinsäure, nicht das ätherische Öl – mindestens 1,0 Prozent
- Positivmonographie der Kommission E mit zwei Anwendungsgebieten, dazu ESCOP und HMPC
- Das Zitronenaroma lässt im Lager nach – alte Ware erkennt man an der Nase
- In vier Mischungen, drei Rollen – NERVENSTARK, MAGENWOHL, GASTROPLUS, HORMONSTABIL
- Die Droge für die Akzeptanz – sie trägt die herberen Kräuter mit
Steckbrief
| Drogenbezeichnung | Melissae folium – die Blätter |
|---|---|
| Familie | Lippenblütler (Lamiaceae) |
| Weitere Namen | Bienenkraut, Herztrost, Frauenwohl, Zitronenkraut |
| Name | Von griechisch mélissa – die Honigbiene |
| Heimat | Östlicher Mittelmeerraum, in Europa seit Jahrhunderten kultiviert |
| Erntezeitpunkt | Vor der Blüte – danach verliert das Kraut sein Aroma und schmeckt unangenehm |
| Leitsubstanz | Rosmarinsäure; dazu ätherisches Öl mit Citral und Citronellal, Labiatengerbstoffe, Flavonoide |
| Arzneibuchprüfung | Ja – mindestens 1,0 Prozent Hydroxyzimtsäurederivate, berechnet als Rosmarinsäure, chargenweise |
| Monographien | Kommission E (positiv) mit zwei Anwendungsgebieten, ESCOP, HMPC |
| Kennzeichen | Zitronenduft beim Zerreiben – und er lässt im Lager nach |
Die Melisse und ihr Erntezeitpunkt
Eine Staude bis neunzig Zentimeter, mit vierkantigem Stängel und hellgrünen Blättern, die in der Form an Pfefferminze erinnern. Von Juli bis August öffnen sich in den oberen Blattachseln kleine weiße Blüten, honigsüß duftend und bei genauem Hinsehen mit der typischen Lippe der Lippenblütler. Der Zitronenduft entfaltet sich, wenn man über die Blätter streicht.
Und genau hier liegt die Besonderheit der Melisse
Mit dem Beginn der Blüte lässt der Duft nach – und die Veterinärphytotherapie wird an dieser Stelle ungewöhnlich praktisch: Melissenblätter müssen vor der Blüte geerntet werden, weil blühende Melisse einen unangenehmen Geruch und Geschmack hat.
Das ist bei einem Futtermittel keine Feinheit. Sie ist in einer Kräutermischung diejenige, die den bitteren Drogen den Geschmack nimmt. Schmeckt sie selbst unangenehm, fällt genau das weg – und das Pferd lässt nicht nur die Melisse stehen, sondern die ganze Mischung.
Der Nebeneffekt des richtigen Zeitpunkts
Wer vor der Blüte schneidet, kann mehrmals im Sommer ernten. Die Pflanze treibt nach, und jeder Schnitt kommt wieder vor die Blüte. Richtig geerntet heißt bei dieser Droge also auch: mehr geerntet – der sorgfältige Weg ist hier nicht der teurere (Arzneibuchqualität bei Kräutern).
Honigbiene, Herztrost, Frauenwohl
Der Name kommt vom griechischen mélissa – die Honigbiene. Imker pflanzten Melisse vor die Bienenstöcke und rieben die Stöcke mit Melissenöl aus, um sie zu reinigen. Daher auch der Volksname Bienenkraut.
Zwei weitere Volksnamen, die den Rest der Geschichte erzählen
„Herztrost“ und „Frauenwohl“ – und damit stehen in den alten Namen genau die beiden Richtungen, in denen die Droge heute in Mischungen steht. Hildegard von Bingen schrieb über die Melisse den Satz, der den ersten Namen erklärt: „Dies Mittel macht das Herz fröhlich.“ Der persische Arzt Avicenna beschrieb sie um das Jahr 1000 als stimmungsaufhellend.
Und eine Überlieferung, die ihre eigenen Irrtümer mitliefert
Dioskurides empfahl sie im ersten Jahrhundert bei Darmstörungen – und in derselben antiken Literatur steht sie gegen Skorpionsbisse. Das eine ist bis heute Anwendungsgebiet, das andere war immer falsch, und beides stand gleichberechtigt in denselben Werken.
Daran lässt sich gut zeigen, was eine Monographie leistet: Sie trennt die beiden Fälle. Die Karmelitinnen der Abtei St. Juste setzten sie im 14. Jahrhundert ihrem Eau de Carmes zu, dem Karmelitergeist – gegen Erkältungen und Magenbeschwerden. Von dieser Rezeptur bis zur bewerteten Indikation sind es sechshundert Jahre (was Belege in der Phytotherapie bedeuten).
Was die Melissenblätter mitbringen
Vier Gruppen, und die wichtigste ist nicht die, die man riecht.
Rosmarinsäure – der Prüfwert
Das Arzneibuch fordert mindestens 1,0 Prozent Hydroxyzimtsäurederivate, berechnet als Rosmarinsäure. Das ist die Zahl, auf die es beim Einkauf ankommt, und sie wird an der Charge bestimmt. Rosmarinsäure kommt in vielen Lippenblütlern vor – auch im Sanikel und im Lavendel – in der Melisse aber in verlässlich hohem Anteil.
Ätherisches Öl – das, was man riecht, aber nicht das, was man misst
Citral und Citronellal machen den Zitronenduft. Der Ölgehalt der Melisse liegt allerdings deutlich unter dem anderer Lippenblütler wie Thymian oder Lavendel – und er schwankt stark. Deshalb hat das Arzneibuch bei dieser Droge nicht das Öl zum Prüfwert gemacht, sondern die Rosmarinsäure: einen Stoff, der sich verlässlich bestimmen lässt.
Die Nase und das Labor beantworten hier also zwei verschiedene Fragen. Der Duft sagt etwas über Erntezeitpunkt und Alter der Ware. Der Laborwert sagt etwas über die Droge. Man braucht beide, und der eine ersetzt den anderen nicht.
Gerbstoffe, Bitterstoffe, Flavonoide
Dazu kommen Labiatengerbstoffe – eine bei Lippenblütlern typische Gruppe – sowie Bitterstoffe in geringem Anteil und Flavonoide aus der Luteolin- und Apigeninreihe. Wir nennen die Gruppen als Inhaltsstoffe und leiten daraus keine eigenen Zuschreibungen ab.
Melisse bei Nerven und Magen – die doppelte Zuordnung
Zwei Anwendungsgebiete in einer Monographie sind selten, und bei der Melisse stehen sie gleichberechtigt nebeneinander.
Was die Monographie führt
Innerlich bei nervös bedingten Einschlafstörungen und bei funktionellen Magen-Darm-Beschwerden. So führt es die Veterinärphytotherapie (Brendieck-Worm/Melzig), und so steht es in der Positivmonographie der Kommission E. Als Wirkungen werden dort spasmolytisch und sedierend genannt – krampflösend und beruhigend.
„Funktionell“ heißt: Beschwerden ohne fassbaren organischen Befund. Beim Pferd ist das die Kategorie, in die ein Teil der Magenempfindlichkeit fällt, die in belastenden Phasen auftritt (Magengesundheit beim Pferd).
Warum die beiden Bereiche zusammengehören
Beim Pferd sind Anspannung und Magen keine zwei Themen. Lange Fresspausen, Transport, Umstellung, Boxenruhe – dieselben Anlässe stehen in beiden Mischungsgruppen. Eine Droge, die für beide Seiten bewertet ist, braucht deshalb nicht zwei Begründungen, sondern deckt einen Zusammenhang ab, den das Pferd ohnehin herstellt (Nervosität und Stress).
Und was die Überlieferung dazu nimmt
Volksheilkundlich kommen Erkältungskrankheiten, funktionelle Kreislaufschwäche, nervöse Herzbeschwerden und gynäkologische Probleme hinzu. Das ist Überlieferung, nicht bewertete Indikation – aber es erklärt die Volksnamen: „Herztrost“ und „Frauenwohl“ sind genau diese beiden Einträge, in Alltagssprache.
Melisse in vier Mischungen, drei Rollen
NERVENSTARK
Beruhigungskräuter in Arzneibuchqualität mit Baldrianwurzel, Hopfenzapfen, Lavendelblüten und Melissenblättern – angelegt für vorhersehbare Anlässe.
MAGENWOHL
Magenkräuter für belastende Phasen – Umstellung, Transport, lange Fresspausen – mit Malvenblüten und Schafgarbe.
GASTROPLUS
Für dauerhaft erhöhte Magenbelastung, mit Eibischwurzel – angelegt auf die längere Gabe.
HORMONSTABIL
Für Stuten mit schwieriger Rosse, namensgebend der Mönchspfeffer – hier steht sie für die ruhigere Seite (die rossige Stute).
Vier Plätze, drei Aufgaben
In NERVENSTARK steht die Melisse für das erste Anwendungsgebiet, in MAGENWOHL und GASTROPLUS für das zweite – dieselbe Aufgabe, zwei verschiedene Belastungslängen: MAGENWOHL für die belastende Phase, GASTROPLUS für den Dauerzustand.
In HORMONSTABIL geht es um zwei verschiedene Dinge: um den Zyklus und um das Verhalten. Den Zyklus betreffen Mönchspfeffer und Frauenmantel. Die Melisse betrifft das Verhalten – die Stute, die in der Rosse angespannt, empfindlich und schwer zu handhaben ist. Das ist der Teil, den der Reiter merkt, und deshalb steht sie dort.
Deshalb nicht zwei davon gleichzeitig
Wer zwei dieser Mischungen nebeneinander füttert, füttert die Melisse doppelt. Bei ihr selbst ist das unkritisch – kritisch sind die zeitlich begrenzten Drogen daneben, denn für die gelten die Grenzen dann für die Summe und nicht je Produkt (mehrere Ergänzungsfutter kombinieren).
Melissenqualität erkennen
Bei kaum einer Droge kann man so viel selbst beurteilen wie bei dieser – und bei kaum einer ist der Rest so wichtig.
Was die Nase sagt
Gute Melisse riecht beim Zerreiben deutlich zitronig. Riecht sie kaum oder dumpf-krautig, hat sie entweder zu lange gelegen oder wurde in der Blüte geerntet. Beides steht nicht auf der Tüte.
Und das Aroma hält nicht ewig: Nach dem Trocknen nimmt es innerhalb von Monaten ab. Eine große Vorratspackung ist bei dieser Droge deshalb keine Ersparnis – die zweite Hälfte ist nicht mehr dieselbe Ware wie die erste.
Was die Farbe sagt
Melissenblätter sollen grün sein, nicht bräunlich. Braune Ware ist zu warm oder zu langsam getrocknet worden. Zusammen mit dem Geruch sind das zwei Prüfungen, die man zu Hause machen kann – und sie ersetzen den Laborwert nicht, aber sie fangen die gröbsten Fälle ab.
Ein Hinweis zum „Melissenöl“
Echtes ätherisches Melissenöl ist eines der teuersten Pflanzenöle überhaupt, weil der Ölgehalt der Pflanze so niedrig ist. Was im Handel als „Melissenöl“ angeboten wird, stammt deshalb meist aus indischem Zitronengras (Cymbopogon flexuosus) und heißt korrekt Indisches Melissenöl. Es riecht ähnlich und ist eine andere Pflanze. Mit der Futterdroge hat beides nichts zu tun – gefüttert wird das getrocknete Blatt.
Melisse für Pferde: Dosierung und Dauer
Für ein Großpferd werden üblicherweise 20 bis 40 Gramm getrocknete Melissenblätter pro Tag angesetzt, bei Ponys entsprechend weniger, mit dem Futter und auf zwei Gaben verteilt. Bei Mischungen gelten die Angaben des jeweiligen Produkts, nicht diese Zahlen.
Zur Anwendungsdauer
Üblich sind vier bis acht Wochen mit anschließender Pause. Sie selbst gibt dabei nicht den Takt vor – in einer Mischung richtet sich die Dauer nach den Drogen mit zeitlicher Begrenzung. GASTROPLUS ist auf die längere Gabe ausgelegt, und auch dort entscheidet die Mischung, nicht diese Droge.
Zur Akzeptanz
Melisse ist eine der am besten angenommenen Drogen im Trog – mild, zitronig, nicht bitter. In NERVENSTARK macht sie die bitteren Kräuter erträglich, in den Magenmischungen dasselbe. Frisst ein Pferd eine Melissenmischung nicht, lohnt der Blick auf die Ware, nicht auf das Pferd.
Was bei Melisse zu beachten ist
Zuerst die Ursache
Unruhe, die neu auftritt, hat meistens einen Grund – und der häufigste ist Schmerz, vor allem aus Magen oder Rücken. Ein Pferd, das sich plötzlich anders verhält, gehört angesehen, nicht beruhigt: Das gilt auch für Headshaking und Koppen. Dasselbe bei Kotwasser, Gewichtsverlust oder wiederholten Koliken (Kotwasser beim Pferd).
Tragende und laktierende Stuten
Für die Trächtigkeit und die Laktation liegen keine Daten vor, die eine Freigabe tragen würden – deshalb nur nach Rücksprache. Zu beachten ist dabei, dass dieser Vorbehalt in einer Mischung häufig von einer anderen Droge kommt: In MAGENWOHL geht er auf die Schafgarbe zurück, nicht auf die Melisse.
Bei laufender Behandlung abstimmen
Wird ein Pferd tierärztlich behandelt, gehört die Fütterung vorher mit der betreuenden Praxis besprochen. Das gilt für jede Kräutermischung und ist keine Aussage über diese Droge.
Zum Turniersport
Wir behandeln Kräutermischungen grundsätzlich als dopingrelevant, unabhängig davon, ob ein einzelner Bestandteil namentlich in einer Liste geführt wird: Die ADMR-Liste ist nicht abschließend, und die Abwesenheit eines Namens bedeutet keine Unbedenklichkeit. Unsere Empfehlung lautet: in der turnierfreien Zeit füttern. Karenzzeiten können wir nicht angeben; die Prüfung der Bestimmungen obliegt der verantwortlichen Person (ADMR-Regeln).
Häufige Fragen zu Melisse beim Pferd
Wofür wird Melisse beim Pferd eingesetzt?
Die Monographie nennt zwei Anwendungsgebiete: nervös bedingte Einschlafstörungen und funktionelle Magen-Darm-Beschwerden. Beim Pferd sind das keine zwei Themen – lange Fresspausen, Transport und Umstellung stehen in beiden Bereichen.
Deshalb steht die Melisse in vier unserer Mischungen, in Nerven- wie in Magenmischungen – und in der Stutenmischung für das Verhalten in der Rosse, während Mönchspfeffer und Frauenmantel dort den Zyklus betreffen.
Woran erkenne ich gute Melisse?
Am Geruch und an der Farbe. Gute Ware riecht beim Zerreiben deutlich zitronig und ist grün, nicht bräunlich. Riecht sie kaum, wurde sie entweder in der Blüte geerntet oder lag zu lange.
Der Laborwert ist die Rosmarinsäure: Das Arzneibuch fordert mindestens 1,0 Prozent Hydroxyzimtsäurederivate. Die Nase beantwortet die Frage nach Erntezeit und Alter, das Labor die nach der Droge.
Warum wird nicht das ätherische Öl gemessen?
Weil der Ölgehalt der Melisse niedrig ist und stark schwankt – deutlich niedriger als bei anderen Lippenblütlern wie Thymian oder Lavendel. Ein Wert, der stark schwankt, taugt nicht als Prüfmaßstab.
Das Arzneibuch hat deshalb die Rosmarinsäure gewählt, die sich verlässlich bestimmen lässt. Dass gerade der Duft nicht die Messgröße ist, wirkt zunächst verkehrt – es ist aber die bessere Entscheidung.
Kann ich Melisse aus dem Garten nehmen?
Die Pflanze ist leicht zu haben – sie wuchert im Beet über seitliche Wurzelausläufer. Die Droge ist damit noch nicht gewonnen: Geschnitten werden muss vor der Blüte, sonst riecht und schmeckt das Kraut unangenehm.
Und das Trocknen entscheidet den Rest. Zu warm oder zu langsam getrocknet wird die Ware braun und verliert das Aroma; danach lässt es ohnehin innerhalb von Monaten nach. Vom Selbersammeln für den Futtereimer raten wir ab.
Hilft Melisse gegen Herpes beim Pferd?
Nein, und diese Frage sollte man sauber trennen. Für die Melisse ist eine antivirale Wirkung beschrieben, und die Daten dazu betreffen Lippenherpes beim Menschen und äußerlich angewendete Zubereitungen.
Das lässt sich nicht auf die Herpesviren des Pferdes übertragen, und eine Fütterung ist dort keine Maßnahme. Ein Verdacht auf eine Herpesinfektion gehört tierärztlich abgeklärt (Herpes beim Pferd).
Mein Pferd frisst die Mischung nicht – kann das an der Melisse liegen?
Eher umgekehrt. Melisse ist eine der am besten angenommenen Drogen – sie ist diejenige, die den bitteren Kräutern den Geschmack nimmt. Was den Eimer entscheidet, sind meist die Bitterstoffdrogen daneben.
Eine Ausnahme gibt es allerdings: In der Blüte geerntete oder zu alte Melisse schmeckt unangenehm. Riecht die Ware kaum zitronig, liegt das Problem bei der Charge und nicht beim Pferd.
Wie lange füttere ich Melisse?
Üblich sind vier bis acht Wochen, dann eine Pause. Die Melisse selbst setzt dabei keine Grenze – in einer Mischung richtet sich die Dauer nach den Drogen, die eine haben.
Bei Mischungen gelten deshalb die Angaben des Produkts. Und wer zwei melissehaltige Mischungen gleichzeitig füttert, muss die Grenzen der zeitlich begrenzten Drogen für die Summe rechnen, nicht je Produkt.
Ist Melisse dasselbe wie Melissengeist?
Nein. Melissengeist und der historische Karmelitergeist sind alkoholische Zubereitungen mit mehreren Pflanzen; gefüttert wird das getrocknete Blatt.
Und auch das gehandelte „Melissenöl“ ist meist nicht von der Melisse: Echtes ätherisches Melissenöl ist sehr teuer, deshalb stammt das angebotene Öl in der Regel aus indischem Zitronengras.
Weiterführende Artikel
Quellen
- Europäisches Arzneibuch (Ph. Eur.): Monographie Melissae folium – mindestens 1,0 Prozent Hydroxyzimtsäurederivate, berechnet als Rosmarinsäure
- Kommission E: Positivmonographie Melissae folium – nervös bedingte Einschlafstörungen und funktionelle Magen-Darm-Beschwerden
- ESCOP: Monographie Melissae folium
- HMPC/EMA: Monographie und Assessment Report zu Melissa officinalis L., folium
- Brendieck-Worm, C. & Melzig, M. F. (2021): Phytotherapie in der Tiermedizin. 2. Auflage. Stuttgart: Thieme – einschließlich des Hinweises zum Erntezeitpunkt vor der Blüte
- Deutsche Reiterliche Vereinigung: Allgemeine Bestimmungen zu Doping und Medikation (ADMR)